NEBELPARDER (Neofelis nebulosa)

„Eine der heimlichsten Großkatzen“

STECKBRIEF

Verbreitungsgebiet
Südostasien: Bangladesh, Bhutan, Kambodscha, China, Nordostindien, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Nepal, Thailand, Vietnam

Lebensraum
vor allem immergrüner tropischer Primärregenwald

Nahrung
boden- und baumbewohnende Säugetiere: Schweine, Hirsche, Affen, Schleichkatzen

Größe
ca. 68 -109 cm (Kopf-Rumpflänge), 61 – 84 cm (Schwanzlänge), Männchen meist deutlich größer als Weibchen

Gewicht
ca. 11 bis 23 kg

Fortpflanzung
Tragzeit 85 -109 Tage, Wurfgröße 1-5

Bestand
gefährdet

Unsere Nebelparder

Batani ist im März 2019 bei uns geboren und lebt seit dem bei uns in Tempelfelde. Nang ist seit Mai 2014 Teil unseres Wildkatzenzentrums. Nang kam im Februar 2012 auf die Welt.

Leben im Verborgenen

Nur wenig ist bekannt über frei lebende Nebelparder und ihre Ansprüche an die bevorzugten Lebensräume. Beobachtungen sind durch ihre versteckte Lebensweise sehr schwierig. Zudem ist die Art in ihrem Verbreitungsgebiet vergleichsweise selten. Dieses erstreckt sich von China, Nepal, Bangladesh, Nordostindien, Bhutan, Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam und Malaysia bis nach Indonesien.

Vom Körperbau bis hin zum Speiseplan

Mit über 4 cm können die oberen Eckzähne dieser Raubkatzen außergewöhnlich lang werden. Ihre großen Füße, kurzen Beine und der verhältnismäßig lange Schwanz, welcher als Balancehilfe dient, machen Nebelparder zu sehr guten Kletterern. Dennoch wird wohl am Boden die meiste Beute gemacht – vorwiegend in späten Abendstunden und nachts. Zahlreiche boden- und baum-bewohnende Beutetiere kommen in Frage. Die Vielfalt reicht von Stachelschweinen über kleine Hirscharten, Bartschweinen, Schleichkatzen bis hin zu Primaten.

Lebensbedrohende Gefahrenzonen

Lange Zeit wurden Nebelparder wegen ihres attraktiven Fells stark bejagt. Auch deren Knochen sind begehrt, da man von ihnen in der traditionellen asiatischen Medizin Gebrauch macht. Auf-grund seiner engen Bindung an tropische Wälder ist allerdings der Lebensraumverlust durch Ab-holzung und Umgestaltung eine der größten Bedrohungen für diese scheuen Großkatzen. Die Art wird von der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als gefährdet eingestuft.