SCHNEELEOPARD (Panthera uncia)

„Die Geister der Berge“

STECKBRIEF

Verbreitungsgebiet
zentralasiatische Hochgebirge: vom Himalaya im Süden bis nach Südsibirien im Norden

Lebensraum
Hochgebirge bis 6000 m Höhe

Nahrung
Säugetiere bis zum dreifachen Gewicht der Katze: Wildziegen und Wildschafe stehen vorwiegend auf dem Speiseplan

Größe
ca. 86 – 125 cm (Kopf-Rumpflänge), 80 – 105 (Schwanzlänge)

Gewicht
ca. 22 bis 52 kg

Fortpflanzung
Tragzeit 94 – 103 Tage, Wurfgröße 1 – 5

Bestand
bedroht

Unsere Schneeleoparden

Im Mai 2009 erblickte Tashi das Licht der Welt. Tashi – auch Pusch-Pusch genannt – ist die Nachzucht von Luna und Janak. Luna ist im April 2001 geboren und kam aus dem Pariser Zoo „Menagerie Du Jardin des Plantes“ im Juni 2004 in unser Wildkatzenzentrum. Ein Jahr später gaben wir dem im Mai 2004 geborenen Janak bei uns ein neues Zuhause. Janaks damalige Heimat war der schwedische Zoo „Nordens Ark“, den er im Dezember 2005 verließ. Tashis Eltern – Luna und Janak – sind inzwischen verstorben.

 
 

Felsenfeste Einzelgänger

Verteilt auf 12 Länder der zentralasiatischen Hochgebirge leben aktuell nur noch 3.500 bis 7.000 Schneeleoparden in freier Wildbahn. Die perfekt an ihren rauen Lebensraum angepassten Individuen leben allein und bewegen sich in felsigen Regionen sicher. Ihren langen Schwanz nutzen sie für weite Sprünge als Balancehilfe. Nicht umsonst sind sie die Meister des Weitsprungs unter den Säugetieren.

Von Kopf bis Fuß auf Kälte eingestellt

Körperbaulich sind Schneeleoparden ideal auf ein Leben im kalten Klima ausgerichtet. Ihr verhältnismäßig kleiner Kopf und die kurze Schnauze sorgen für einen geringeren Wärmeverlust. Durch die vergrößerten Nasenhöhlen kann kalte Atemluft schneller erwärmt werden. Ihre großen, mit dichten Haaren versehenen Pfoten verhindern ein Einsinken im Schnee. Und auch ihr dickes Fell ist ein perfekter Kälteschutz.

Seltene Großkatzen

Das rauchgraue Fell mit seiner außergewöhnlichen Zeichnung bietet den Schneeleoparden jedoch keineswegs nur Schutz, es wird ihnen gleichermaßen zum Verhängnis. Wilderei und illegaler Handel sind allerdings nur ein Grund für den drastischen Rückgang der mysteriösen Schönheiten. Fakt ist, dass die Schneeleoparden bereits aus einigen ihrer Ursprungsgebiete gänzlich verschwunden sind und heutzutage als die am stärksten bedrohten Großkatzen weltweit gelten.