Bob der Nebelparderkater macht das Zuchtpaar komplett
Nebelparderkater Bob kam am 6. Mai 2021 im Felidae Wildkatzen- und Artenschutzzentrum an und lebt sich seitdem gut ein.

Bob der Nebelparderkater macht das Zuchtpaar komplett

Sydower Fließ, 09.06.2021 – Vor knapp einem Monat hat das Felidae Wildkatzen- und Artenschutzzentrum Barnim Zuwachs bekommen: einen Nebelparderkater namens Bob. Er ist am 09. März 2020 im Tanganyika Wildlife Park geboren und soll mit Nebelparderkatze Batani (geboren im März 2019 im Felidae) zukünftig für Nachwuchs sorgen. Nach und nach gewöhnt sich der Neuling an seine neue Anlage und Partnerin.

Das Felidae Wildkatzen- und Artenschutzzentrum Barnim hat wieder einen männlichen Nebelparder im Bestand. Nach einem Jahr Vorbereitungszeit war es am 5. Mai 2021 endlich so weit. Der am 09. März 2020 im Tanganyika Wildlife Park geborene Nebelparderkater landete gegen 9 Uhr morgens in einer Maschine der American Airlines am Flughafen Frankfurt am Main. 

Bob lebt sich gut ein

Im Wildkatzenzentrum angekommen, kam der stattliche Kater namens Bob nur zögerlich aus seiner Kiste heraus. Sofort nahm das freundliche Tier Kontakt zu seinen neuen Pflegern durch Prusten und Miauen auf. Nach der anfänglichen Schüchternheit, erkundete Bob mit viel Neugier seine Innen- und Außenanlage. Inzwischen hat sich die Großkatze gut eingelebt. Die Pfleger haben ein sehr gutes Verhältnis zu ihm und geben stets Streicheleinheiten am Gitter. Bob hat einen selbstbewussten Charakter, liebt Futter und ist ein wenig ungeschickt beim Klettern.

Gut zu erkennen an seinem kräftigen Körperbau und seinem großen Kopf ist Bob nun immer öfter mit seiner Partnerin Batani auf der Außenanlage zu sehen.

 

Mit Nebelparderkatze Batani soll Bob zukünftig für Nachwuchs sorgen. Bereits kurz nach der Ankunft wurde seine neue Partnerin in die Schlafbox nebenan gelassen. Die beiden Tiere können sich durch das Gitter sehen und riechen, ohne dass Verletzungsgefahr besteht. Nach und nach lernen sie sich unter Aufsicht nun auch persönlich kennen. Die Vergesellschaftung dieser Tierart ist besonders heikel, da der deutlich größere und kräftigere Kater die Katze während einer Auseinandersetzung verletzen oder gar töten könnte. Daher lassen wir uns hierbei viel Zeit, um keines der Tiere zu gefährden.

Seltene und bedrohte Großkatzen

Nebelparder sind die kleinsten Vertreter der Großkatzen und sind in ihrer Heimat in Südostasien als gefährdet eingestuft (Quelle: IUCN Redlist). In Zoos ist die Art deutlich weniger häufig vertreten, als andere Großkatzen, wie Tiger, Löwen und Leoparden. Lediglich sieben deutsche Einrichtungen haben sich der Haltung dieser Tiere angenommen. Im Felidae Wildkatzen- und Artenschutzzentrum wird diese Art seit vielen Jahren erfolgreich gehalten und vermehrt.